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Fireclayzement, eine Mischung aus trokkenem Fireclay und Wasserglas zum Ausbessern von Brennkapseln, Ofenrissen usw.
Flachware, Teller, Platten, Schalen, Schüsseln usw. werden in der Töpfersprache so genannt im Gegensatz zu Hohlware
Flaschenofen, ein in Europa gebräuchlicher runder Brennofentyp, meist mit aufsteigender, direkter Flamme, der das Profil einer sich verjüngenden Flasche hat.
Flint- oder Feuerstein kommt hauptsächlich von der Nordküste Frankreichs. Kalziniert und zu feinem Pulver vermahlen dient es weitverbreitet dem Töpfer, um in die Masse und Glasur Kieselsäure einzuführen.
Fluorit oder Flußspat, eine Verbindung von Fluor und Kalzium. Wird manchmal als Flußmittel benutzt. Leichter schmelzbar als Feldspat. Bei hohen Temperaturen verflüchtigt es sich.
Fluß, ein Material, das Aufglasurfarben in der Schmelze zur Auflösung bringt.
Flußmittel, Stoffe wie Blei, Borax oder Kalk, welche chemische Verbindungen eingehen und mit anderen, feuerfesteren Substanzen wie Ton, Kieselsäure und bestimmten Metalloxiden verglasen.
Freie Kieselsäure, Kieselsäure im Ton oder in der Glasur, die keine chemische Verbindung mit anderen Elementen eingeht.
Fritten, werden häufig bei der fabrikmäßigen Herstellung von Glasuren verwendet. Hierfür wird eine Mischung aus Quarz und alkalischen Salzen zusammengeschmolzen und die glasige Substanz anschließend fein vermahlen. Kleine Mengen kann man in Schmelztiegeln oder Brennkapseln in oxidierender Brennatmosphäre schmelzen, sie mit Zangen herausholen und die Schmelze im kalten Wasser abschrecken, damit sie vor dem Mahlen in feine Stücke zerspringt.
Galenit, Bleiglanz, (PbS), Bleisulfid, ein feingemahlenes Bleierz, das seit alters her zum Glasieren von roter und brauner Irdenware benutzt wird.
Geflammte Glasuren, chinesische Porzellan- und Steinzeugglasuren oder deren westliche Nachahmungen, in welchen mit Kupfer in reduzierender Brennatmosphäre Rot-Purpur- und Schokoladenbrauntöne hervorgerufen werden (Ochsenblutrot usw.)
Gießen oder Gießverfahren, die Herstellung von Formlingen, wobei flüssiger Ton in Gipsformen gegossen wird.
Gips, Kalziumsulfat, eignet sich nicht für Glasuren, weil er bei hohen Temperaturen Schwefeltrioxid bildet. Ist sehr feuchtigkeitsempfindlich.
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Glasurbrand oder Glattbrand, Brand zum Aufbrennen der Glasur.
Glimmer, kommt in Granit und Kaolin vor. Erhöht durch seine feine Blättchenstruktur die Plastizität der Tone ohne nennenswerte Nebenerscheinungen.
Gold, Schmelzpunkt 1045° C, siehe »Vergolden «. Als Chlorid färbt es Glasuren von Rosa bis Purpur. Hält hohen Temperaturen stand, ist jedoch teuer. Mit Zinnchlonid entsteht Cassiuspurpur, verdampft aber oftmals bei Temperaturen über 1100° C.
Granit, eine der häufigsten, aus dem Schmelzfluß entstandene Gesteinsart (Ergußgestein). Enthält in verschiedenen Anteilen Quarz, Glimmer und Feldspat. Durch Verwitterung des Feldspats entstehen fast alle Tone.
Grès, französische Bezeichnung für Steinzeug.
Grüne Ware, Rohware, ungebrannte Töpferware.
Gummiarabikum, ein gewöhnliches Baumharz, das im Osten als Klebmittel für Engoben und Glasuren benutzt wird.
Haarrisse, fehlerhafte, unbeabsichtigte Glasurrisse.
Hammerschlag, siehe »Magneteisenstein«.
Hartes Steingut im Zusammenhang mit den Entdeckungen Wedgwoods und anderen bezeichnete man so eine qualitativ wertvolle Irdenware. (Im Englischen »ironstone china«.)
Hartporzellan oderechtes Porzellan,setzt sich zusammen aus Kaolin, Feldspat oder Cornish stone und anderen natürlichen Rohstoffen. Brenntemperatur: 1300° C und höher.
Heizintervall, darunter versteht man die in einem Beheizungsschema eines Ofens feststehenden Heizperioden.
Himmelsbrand, japanische Methode, bei Schrühbrandöfen mit offener, direkter Flamme den Brand durch Einstecken von Holzspänen in den obersten Teil des Ofens zu unterstützen und abzuschließen.
Hohlware, zur Unterscheidung von Flachware. Eine handelsübliche Bezeichnung für solche Gefäße, deren Mündung enger ist als die Außenwölbung.
Hygroskopisches Wasser, das heißt, aus der Luftfeuchte entnommenes und an den betreffenden Stoff physikalisch angelagertes Wasser, was den Stoff in den meisten Fällen zum Zerfließen bringt, ohne daß er dabei völlig in Lösung geht, zum Beispiel Natriumsulfat (Glaubersalz) oder Kalziurnchlorid.
Irdenware, alle glasierten Waren, deren Scherben porös ist.
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