Fachbuchhandlung Helmut Ecker

Kleines Lexikon

Iridiumoxld, es ist unschmelzbar und wird ausschließlich als Unterglasurschwarz benutzt.

Irisch Moos, Carrageenmoos (Knorpeltang), getrockneter Seetang wird in Wasser gedünstet und durchgesiebt. Ergibt einen Sirup, der in Engoben und Glasuren ein brauchbares Sikkativ darstellt.

Isolierungsmaterial, Material zur Isolierung von Brennöfen, Kieselgur, Asbest, Holzasche.

Japanisches Porzellan, wird im allgemeinen etwas niedriger gebrannt als das chinesische Porzellan, das heißt bei 1320° C gegenüber 1350° C. Eine Produktion in nennenswertem Umfang fand noch nicht vor dem 17. Jahrhundert statt. Der technische Finish ist gewöhnlich besser, aber im Gesamtcharakter ist dieses Porzellan weicher.

Kaki, das japanische Wort für Dattelpflaume, womit opake rostbraune Steinzeugglasuren bezeichnet werden.

Kalzinieren, einen Stoff durch Hitze zersetzen.

Kalk, Kalziumoxid, wird wegen seiner Wasserlöslichkeit selten für Glasuren benutzt.

Kalkstein (Kalkspat oder Kreide [Kalksteinpulver]). Eignet sich gut für Steinzeuggiasuren. Aber für weitere Temperaturbereiche werden als Flußmittel hauptsächlich Kalziumkarbonate in Form von Schlämmkreide, Spanischer Kreide oder Marmor verwendet. Alle diese Formen des Kalks sind als solche unschmelzbar.

Kalziumkarbonat, Schlämmkreide, Marmor, Kreide oder Kalkstein, für den Hersteller von Glasuren stellen sie alle ungefähr das gleiche wertvolle Flußmittel für mittlere und hohe Temperaturen dar.

Kalziumkarbonathaltige Tone oder Mergel, erforderlich für zinnglasierte Waren und brauchbar für einige andere Keramikarten, vorausgesetzt, daß der Kalk sehr fein vermahlen ist.

Kämmen, Dekorationstechnik, bei der die noch feuchte Oberfläche eines Gefäßes mit einem stumpfzahnigen Kamm aus Holz, Leder oder Gummi bearbeitet wird.

Kämmen mit dem Federkiel, eine Dekorationstechnik, wobei mit der feinen Spitze eines Federkiels leicht über noch feuchte, übereinanderliegende, verschiedenfarbige Engobeschichten gezogen wird.

Kaolin, die anglifizierte Form des chinesischen Begriffes. Siehe "Aluminiumoxid".

Kapselstoß, senkrecht aufeinander gestapelte Kapseln.

Kasseler Ofen, gehört zum gleichen Typ wie einige chinesische Öfen. Bezeichnend für diese ist der eine länglich-waagerechte Brennraum, der sich zum Schornstein hin verjüngt.

Kegel, Seger- und Standardkegel werden benutzt, um die Hitze im Brennofen festzustellen. Kleine, schmale Pyramiden aus Glasurbestandteilen, die sich bei den festgesetzten Temperaturen neigen, umbiegen und schmelzen.

Keil oder Abstandhalter in einer Gipsform zur genauen Anordnung der Teile.

Keramik, in England versteht man darunter alle Waren, die aus Ton, gemahlenem Gestein und Wasser hergestellt worden sind und welche einen chemischen Umwandlungsprozeß bei einer Temperatur von 600° C und höher durchlaufen haben. (Pottery bezieht sich also nicht nur auf Töpferwaren, sondern auf das gesamte keramische Gebiet.)

Kieselgur, Infusorien- oder Diatomeenerde. Ein leichtes, mineralisches Pulver, das winzige Schalenformen enthält. Wird verwendet als Wärmeisolator und um Tonmassen porös zu machen.

Kieselsäure, SiO2 Siliciumdioxid, einer der wichtigsten keramischen Rohstoffe. Dient je nachdem in Tonmassen als feuerfestes Material, als Auflockerungsmaterial und auch als Flußmittel. Amorphe Kieselsäure als Zersetzungsprodukt von Silikaten, verbindet sich leicht mit Alkalien. Kieselsäure in kristallisierter Form als Quarz, Flint und Cristobalit wird weniger leicht angegriffen.

Knochenporzellan, englisches Weichporzellan mit niedrigem Schmelzpunkt wegen des Gehaltes an Rinderknochenasche, siehe »Phosphat«.

Kobaltoxid, ist der Farbkörper für fast a!le Blaufarben. Es ist gegenüber Höchsttemperaturen widerstandsfähig und sehr kräftig in seiner Wirkung. Mit Zinkoxid oder Aluminiumoxid erzielt man ein Himmelblau, mit Chromoxid Grünlichblau und mit Manganoxid Violettblau.

Kohlendioxid oder Kohlensäure, die Zersetzung von Karbonaten in Masse und Glasuren (zum Beispiel Steinzeugglasuren, welche Holzasche enthalten), während des Brennvorganges führt zum Freiwerden von Kohlendioxidbläschen, we!che kontinuierlich durch die Schmelzschicht diffundieren und Blasen verursachen können, wenn die Reaktion zu heftig verläuft.

Kolloidbildung, einer der Gründe für die plastischen Eigenschaften von Tonen.

Krakelee, dekoratives beabsichtigtes Netz von Haarrissen, welches die Glasuroberfläche überzieht.

Kreide, siehe "Kalziumkarbonat".

Kristallbildungen, entstehen bei einigen Glasuren durch langsame Abkühlung.

Kühlbrand, gleichmäßiges Einhalten der Temperatur zum Schluß des Brandes, um die Hitze gleichmäßig zu verteilen.

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